Niebelungenland Tierschutzanliegen

abgelehnt

Sonstiges

Liebe Stadt Worms, ich hoffe sehr, dass mein Anliegen nicht belächelt und abgetan wird. Es geht um meinen Besuch im Niebelungenland, bei dem ich festgestellt habe, dass dort neuerdings (das gab es einige Zeit nicht mehr) wieder Reitponys angeboten werden. Die armen Tiere sind ZWEI Stunden in eine Richtung getrabt, nur den Hinterndes Vorderponys vor sich, keine Abwechslung, bis die Seite gewechselt wurde, auch hatte es weit über 30 Grad und die Tiere haben über 2 Stunden nichts zu trinken bekommen. Auch eine Pause gab es nicht. Das sehr laute Fahrgeschäft nebenan war eine Zumutung für die Tiere. Niemand hat beim Aufbau daran gedacht. Sie trugen viel zu alte und viel zu schwere Kinder und sahen wirklich erschöpft aus. Es war furchtbar, das mit anzusehen. Aus tierschutzrechtlicher Sicht ist das unverantwortlich. Leider sind die Leute oft unwissend oder es ist ihnen egal, ihnen ist daher mit Vernunft kaum beizukommen, ebensowenig den Betreibern. Die einzige Chance, so eine Quälerei zu unterbinden ist, wenn Sie als Stadt Farbe bekennen und Stellung beziehen, indem Sie ein Verbot aussprechen, so, wie das bereits auch viele andere Städte auch schon vorgemacht haben. Corona hin oder her, aber das Problem existiert schon Jahrzehnte. Wenn man es nicht verbietet, werden auch die Betreiber sich keine andere Verdienstgrundlage suchen. Auf Vernunft braucht man da wie gesagt genauso wenig hoffen, wie in vielen anderen Bereichen auch. Nur strikte Verbote helfen. Ich verstehe, dass Sie viele dringende Anliegen zu erledigen haben. Unglücklicherweise steht der Tierschutz wahrscheinlich nicht oben auf der Agenda. Akzeptieren kann ich das nicht, verstehen aber schon. Dieses Jahr wird vermutlich auch nichts mehr passieren. Vielleicht haben sich ja aber auch schon mehrere Leute gemeldet und Sie können das ins Auge fassen. Bitte sagen Sie mir NICHT, den Tieren ginge es gut, darauf sei geachtet worden etc. Das ist schlicht und ergreifend einfach nicht wahr. Man stelle sich einfach vor, mit einem selbst werde das gemacht. Es ist ausgeschlossen, dass das tiergerecht ist (von der Unterbringung der Tiere fange ich gar nicht erst an). Bitte sehen Sie sich als Stadt in der Verantwortung, hinter dem Schutz von Tieren zu stehen. Geld kann hier nicht an erster Stelle stehen. Wie gesagt, ohne Taten werden die Betreiber sich auch nicht um Alternativen bemühen. Ich würde mir wünschen, dass die Stadt Worms dem Beispiel anderer Städte folgt.
Stellungnahme der Verwaltung: 
Der Festplatz ist zur Zeit an einen privaten Anbieter des mobilen Freizeitparkes „Nibelungenland“ vermietet. Die Auswahl der jeweiligen Geschäfte bzw. Schausteller obliegt allein dem Veranstalter. Die Stadt Worms hat hierbei keinerlei Einfluss. Laut Auskunft des zuständigen Veterinäramtes der Kreisverwaltung Alzey-Worms wird der Tierschutz eingehalten, eine tierschutzrechtliche Erlaubnis liegt ebenfalls vor. Ein generelles Verbot zum Betreiben einer Ponyreitbahn ist nach dem Tierschutzrecht nicht möglich. Im Einzelfall kann bei Feststellungen gravierender Verstöße gegen das Tierschutzrecht das Betreiben einer Ponyreitbahn vom zuständigen Veterinäramt untersagt werden.